Theater an der Walz: mehr als eine Aufführung
Bald beginnen die Proben für das große Abschlussstück der Betas, welches beim Tag der offenen Tür gezeigt wird.

„Verbrennungen“ von Wajdi Mouawad ist der krönende Abschluss der Betas von vier Jahren intensiver Theaterarbeit in der Walz. In den Proben geht es nicht nur um das Erlernen eines Textes, Szenenarbeit, Bühnenbild und Kostüme, die Jugendlichen setzen sich in den Proben mit gesellschaftspolitisch relevanten und anspruchsvollen Themen auseinander.
Das Stück behandelt Themen wie Flucht, Verlust, sexualisierte Gewalt und die Folgen von Krieg und traumatischen Erfahrungen, die Suche nach der eigenen Identität und die schmerzhaften Folgen von Schweigen.
Die intensive Auseinandersetzung mit solchen Themen ist ein wichtiger Teil kultureller und persönlicher Bildung. Theaterpädagogik eröffnet die Möglichkeit, andere Lebenswelten kennenzulernen, Perspektiven zu wechseln, Empathie zu entwickeln und sich mit Fragen auseinanderzusetzen, die unsere Gesellschaft beschäftigen.
Auch unsere jüngeren Jahrgänge sehen das Stück. Sie werden im Vorfeld von den Betas vorbereitet und haben anschließend die Möglichkeit, auftauchende Fragen in den Mentor*inneneinheiten zu besprechen.
Die Aufführung am Tag der offenen Tür zeigt das Ergebnis dieser intensiven Arbeit und richtet sich an Interessent*innen. Im Anschluss an das Stück gibt es daher ein Publikumsgespräch mit dem Ensemble, bei dem Fragen und Eindrücke aufgegriffen werden.
Uns ist wichtig, dass Eltern vorab wissen, welche Themen das Stück behandelt. Wenn Sie Fragen zu den Inhalten haben oder sich unsicher sind, ob die Aufführung für Ihr Kind geeignet ist, können Sie sich gerne an Agnes Chorherr wenden.