Theaterschwerpunkt trifft Praxiserfahrung
Der Frühling klopft an die Tür, die Sonne strahlt hell, und die Bäume wiegen sich leicht im Wind. Aus den offenen Türen der Theaterhalle dringt der krächzende Klang von Popmusik aus einer gut gealterten Boombox. Die Luft ist frischer als je zuvor, und alles ist erfüllt von einem Gefühl des Neuanfangs und der Motivation.
Hier wird in diesem Jahr nicht nur die Natur wiedergeboren, denn die Schüler:innen des Delta-Jahrgangs arbeiten im Rahmen eines Skills-Projekts daran, der Halle einen neuen Look, zu verleihen. Bänke werden tapeziert, die Wände neu bemalt und alles bis in die kleinste Ecke gründlich geputzt.

An Motivation fehlt es hier niemandem. Jede:r Jugendliche ist sich der Bedeutung und Wirkung der eigenen Arbeit bewusst. Die Walz ist eine Schule der Gemeinschaft und das Ergebnis jahrzehntelanger Zusammenarbeit von mittlerweile 28 Jahrgängen. Deshalb stört es uns auch nicht, ins Schwitzen zu kommen oder unangenehme Arbeiten zu übernehmen. Wir sind stolz darauf, durch unsere Leistung einen Beitrag zu dieser großartigen Institution und zu ihrer Instandhaltung leisten zu dürfen.

Die hohen Gestelle, die bei den Theateraufführungen der Walz immer eine wichtige Rolle spielen, werden neu bemalt. Der neue Look: stilvolles Grau. Auch die Bühnenplatten sind heute an der Reihe. Die Walzisten Ennio, Phil, Andi und Valentin bringen sie im Schuppen mit einer schwarzen Lackierung wieder in Schuss.
Begleitet werden wir in diesem Projekt von der Projektleiterin Doro. Von ihr durften wir viel lernen – über Tapezieren, Ausmalen und präzises Arbeiten.

Dabei waren Organisation und Genauigkeit besonders wichtig, denn exaktes Ausmessen der Stoffe und eine sorgfältige Befestigung mit Tackerpistolen sind die Voraussetzung für ein gutes Ergebnis.

In dieser Woche durften wir sowohl als Gruppe als auch als Einzelpersonen viel lernen. Bald wird die Theaterhalle wieder geöffnet sein, und dank unserer Arbeit, und der Arbeit der vielen Jahrgänge vor uns, wird sie in neuem Glanz erstrahlen und auch in Zukunft vielen weiteren Walzist:innen Freude bereiten.
Keine Arbeit ist zu schwer, wenn sie sinnstiftend ist. Ein Satz, den man für immer mit sich trägt.
Ein Projektbericht von Amos Resch